Presse

Herbstausstellung 2019

Männerpower in der Museumsgalerie Magidunum

 

Von: Hans Berger

 

Während die Kunstszene ohne irgendwelche Lenkung schon seit Jahren von den Frauen dominiert wird, wurde ihnen vom Stimmvolk bei den vergangenen Nationalratswahlen gerade mal ein Machtanteil von 42% zugestanden. Will heissen, was die Frauen in der Politik noch hinnehmen müssen, widerfährt den Männern in der Kunst. Es ist daher mehr wie aussergewöhnlich, dass in der aktuellen Herbstausstellung der Museumsgalerie Magidunum an der Adlerstrasse 1 in Magden ausschliesslich die Herren der Schöpfung vertreten sind, dies wohlgemerkt auch ohne Männerquote. Ja, wahrlich, alles hat eben seine Zeit.

 

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Harmonische Vielfalt
Wie üblich, hat die Galerieleitung die Kunstschaffenden mit viel Bedachtheit und dem Fokus einer harmonischen Vielfalt ausgewählt. So vermag Jürg Matt mit seinen Gemälden die Emotionen, Steve Meyer mit seinen Konstruktionen den Humor zu wecken und Nick Meyer lässt sie mit seinen dreidimnsionalen Reliefbildern nicht mehr aus dem Staunen herauskommen.

 

In der Tat, unterschiedlicher könnten die drei Männer in ihrer künstlerischen Ausdrucksweise nicht sein. Ihr gemeinsamer Nenner ist indes der Sinn für dekorative Kunst und ihr Können etwas Besonderes, Eigenständiges zu schaffen, das nur ihren Namen tragen kann. Kein Zweifel, in der Museumsgalerie Magidunum präsentieren sich drei Künstler, welche diesen Titel verdienen.

 

Noble Eigenschaft
Was Pablo Picasso mal gesagt haben soll, ist in der Ausstellung heute Donnerstag von 17.00 bis 19.30 Uhr und kommenden Samstag und Sonntag jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr hautnah nachzuvollziehen: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“.

 

Mit seinen Werken sorgt das Männerpower-Trio dafür, dass die Besucherinnen und Besucher - ohne gesangliche Aufforderung - ihre Seelen baumeln lassen können. Eine noble Eigenschaft der Kunst, die ohne Frage den Menschen viel Gutes bringen kann. Kunstschaffende, wie beispielsweise die drei Künstler in der Museumsgalerie Magidunum, haben ein mächtiges Werkzeug in der Hand, mit dem sie den Betrachtern ihrer Werke oft ermöglichen, sich von belastenden Problemen zu lösen und diese neu einordnen zu können.

 

Natürlich ist es auch legitim, Betrachter*innen von Kunstwerken zu erschrecken und Negatives wie Ekel, Abscheu zu erwecken. Wünschenswert ist hier dann allerdings, dass die Künstler*innen wissen, warum sie dies denn bewirken wollen. Ist es kritischer Diskurs mit kommerzieller, absichtlich augengefälliger Kunst? Ist es reine Provokation der endlosen Massen, die kopflos durch eine Ausstellung trampeln? Oder ist es einfach ihre Art, als Künstler*in die Untiefen ihrer Seele auf die Art darzustellen und sich keinen Deut darum scheren, wie das alles von außen wahrgenommen wird? Gleichwohl ist es richtig und wichtig, wenn Kunst Kritik an Gesellschaft, Politik oder an sich selbst übt.

 

Fazit
Nichtsdestotrotz - Kunst soll und muss auch erfreuen. Darum; wenn der Anblick von Kunst Freude hervorbringt, kann das schon zur Gänze alles sein, was geschieht, und ohne Zweifel ist das etwas Gutes sowie Wünschenswertes. „Das gefällt mir!” ist ein Satz, der ohne Reflektion der Kunst, durch alleiniges Ansehen, respektive Anhören durchaus gestattet ist und nicht begründet werden muss. Drei Worte, die gewiss auch in der aktuellen Herbstausstellung in der Museumsgalerie Magidunum oft gedacht oder gar ausgesprochen werden.

 

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

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Sommerausstellung

Sommerfrische in der Museumsgalerie Magidunum

Von: Hans Berger

„Die Freude und das Lächeln sind der Sommer des Lebens.“ „Wer nicht im Sommer sammelt ein, der wird im Winter dürftig sein.“ Die zwei Aphorismen geben wider, was die drei Kunstschaffenden Christina Brander, Doris Horvarth, Milan Brander in der aktuellen Ausstellung der Museumsgalerie Magidinum, Magden mit ihren Werken vermitteln: Freude, Leichtigkeit, Anmut, Harmonie, Besinnlichkeit.

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Doris Horvarth, Sommerfrische in der Museumsgalerie Magidunum

In ihrem Schaffen scheinen Christina Brander, Doris Horvarth und Milan Brander auf der Sonnenseite des Lebens zu wandeln, wohlwissend, dass der Weg dorthin im Herz und Kopf beginnt. So sind sie darauf bedacht, die Besucherinnen und Besucher nicht nur freundlich zu empfangen, sondern ihnen auch gleichzeitig ein Getränk anzubieten.

Intensivität und Freiheit
Diese Offenheit widerspiegelt sich auch in ihren Werken. Sie vermitteln, wie der Sommer auch, Intensivität und Freiheit. Ja, der Sommer ist eben wie das Leben, in seinen Höhepunkten in der Natur intensiv, für alle Sinne und mit dem Gefühl von Freiheit. Aber auch mit der Vorahnung, dass diese Zeit noch nicht alles ist. Deshalb lädt er – wie desgleichen die drei Kunstschaffenden - dazu ein, beides zu versuchen: den Augenblick zu geniessen und dabei nicht aus dem Blick zu verlieren, was danach kommt. Nach dem Sommer: Ernte, Ruhe und Neubeginn. 

Selbstdeklarierung
Diesen Neubeginn wagen die drei Kunstschaffenden offensichtlich mit jedem Werk. Symptomatisch dafür ist ihre diesbezüglich künstlerische Selbstdeklarierung. Für Christina Brander bedeutet Kunst, durch Reduktion starken Ausdruck in ihre Werke zu bringen. Die Materialien für ihre Objekte seien ein Geschenk der Natur, scheinbar wertlos. Doris Horvarth meint: „Malerei ist, die innere Schönheit nach aussen zu bringen“. Ihre Malerei bestünde aus 80 % Intuition, der Rest sei momentan Erlebtes. Milan Brander, der Sohn von Christina Brander, bezeichnet seine Kunstrichtung als postautoritären Improvisationismus.

Fazit
Diese lockere Art, wie die drei Kunstschaffenden mit dem grossen Wort „Kunst“ umgehen, gibt der Ausstellung in der Museumsgalerie Magidinum dann auch den besonderen Kick. Es darf und kann sinniert werden, muss aber nicht, weil das, was gezeigt wird, beglückende Momente hervorruft. Was also will man mehr als Künstler*in bezüglich den Betrachtenden?

Denn wer sich positiven Gedanken und Gefühlen zuwenden kann, tut damit aktiv etwas für seine mentale Stärke und für grösseres persönliches Wohlbefinden. Die Methoden und Vertreter der positiven Psychologie unterstützen diese Lebensstrategie. Sie stellen nicht Schwächen und Mängel – also das als „krank“ Bezeichnete – in den Vordergrund, sondern die gesunden Anteile. Sie machen Stärken bewusst und führen Menschen über den Weg von Lebensfreude und Lebenssinn auf die Sonnenseite, zu mehr Lebenszufriedenheit. Nichts anderes bewirken die drei Kunstschaffenden in der aktuellen Ausstellung in der Museumsgalerie Magidinum in Magden.

Öffnungszeiten bis 23.Juni: Mi./Do. 17 bis 19.30 Uhr, Sa./So. 14 bis 17 Uhr.

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

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Magidunum eröffnet das Ausstellungsjahr

 

Do, 28. Mär. 2019

Am Freitag, 5. April, startet die Magdener Museumsgalerie Magidunum in das neue Ausstellungsjahr. Es werden Werke von zwei Künstlerinnen und einem Künstler gezeigt. Die in Tschechien geborene und in Rheinfelden lebende Antonie Josefa Latscha ordnet ihre ungegenständlichen Werke der Kunstgattung «lyrische Abstraktion» zu. Es ist eine impulsive, von Kompositionsregeln befreite expressive Ausdrucksform. Ihr Traum vom Kunststudium fiel dem Kommunismus zum Opfer, ihre Lust am Malen hat sie sich jedoch bewahrt. Judith Mundwiler lebt mit ihrer Familie in Buus und ist im eigenen Atelier in Sissach tätig. Auf beeindruckende Weise bewahrt sie alltägliche Materialien vor der Vergänglichkeit, mit Hilfe von verschiedenen Techniken, wie malen, schmelzen, kleistern, gibt sie Verpackungsmaterial, Teebeuteln oder Fundstücken aller Art eine neue Aussage. Sie hat mit ihren innovativen Ideen und ihrer Experimentierfreude auf dem Gebiet der Textilkunst schon zahlreiche Preise gewonnen. Der Baselbieter Thomas Ruepp drückt sich nicht nur als Goldschmied mit filigraner Kunst aus, sondern lässt auch aus groben Holzblöcken charakteristische Figuren entstehen. Die mit einer Kettensäge überspitzt dargestellten Skulpturen versprühen ihren Charme auf ganz eigene Weise. (mgt)
www.museumsgalerie-magidunum.ch

Vernissage: Freitag, 5. April, um 19 Uhr, Museumsgalerie Magidunum, Magden. Öffnungszeiten: Mi./Do. 17 bis 19.30 Uhr, Karfreitag 14 bis 17 Uhr, Sa./So. 14 bis 17 Uhr. Während der Ausstellung, 5. bis 20. April, ist auch das Dorfmuseum geöffnet und kann besichtigt werden.

 


Herbstausstellung 18


Sommerausstellung 2018, Fricktalerzeitung

Aargauerzeitung


Ausstellung 2017

Aus der Fricktaler Zeitung


Museumsgalerie Magden lädt zum Schmunzeln und Staunen ein

 

 

Von:Hans Berger

 

In der aktuellen Herbstausstellung der Museumsgalerie Magden sind mit Nadja Tromivic, Marianne Maritz und Amadé Flum zwei Künstlerinnen und ein Künstler zugegen, die im wahrsten Sinne des Wortes Kunsthandwerker sind, will heissen, dass die Besucher auf den ersten Blick erkennen, dass sie nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern obendrein auch noch ein reichhaltiges, kreatives, aussagekräftige, künstlerisches Fluidum besitzen.

 

Für einmal müssen die Betrachter der Kunstwerke nicht darüber sinnieren, was deren SchöpferInnen zu vermitteln haben. Denn es ist offensichtlich, mit ihren Werken wollen sie Räumen einen Blickfang und deren Nutzern ein exquisites, wohliges, unbeschwertes Ambiente schenken.

 

Bleistiftkarikaturen???

Der erste Eindruck beim Betreten der Museumsgalerie an der Adlerstrasse 1 in Magden mag indes angestammte Besucherinnen und Besucher doch etwas erschrecken, weil die Galeristen es offensichtlich zugelassen haben, die altehrwürdigen Mauern mit Bleistiftkarikaturen zu versehen, welche ja nach der Finissage vom 5. November wieder mit weisser Farbe übertüncht werden müssen.

Beim Nähertreten offenbart sich ihnen allerdings schnell der ungerechtfertigte Vorwurf, weil die witzigen Figuren gar nicht gemalt sind, sondern als aufmüpfige, desillusionierte, wunderfitzige Draht-Skulpturen an der Wand hängen. Zuständig dafür ist Amadé Flum.

 

Reflektierendes Stroh
Einen Drink durch einen Strohhalm zu ziehen mag ihm einen besonderen Kick geben, gewiss ist bei gleissender Sonne auch ein Strohhut besonders empfehlenswert, auch Tiere mögen die ausgedroschenen, trockene Halme als Unterlage, kein Mensch jedoch möchte diese Ware weder im Kopf, noch in der schönen Stube haben.

Es sei denn, es handelt sich dabei um die natürlich reflektierenden Kunstwerke von Nadja Tromivic, welche sich seit einigen Jahren mit Straw Marquetry beschäftigt und die Kunst aus dem FF beherrscht, wie der ausführlichen Fotoreportage entnommen werden kann. Wer in der heute angeblich allwissenden Welt das Staunen verloren hat, kann es beim intensiven Betrachten der „Strohwerke“ wieder finden.

 

Experimentierfreude
Wie ihre Ausstellungsgefährten lässt sich künstlerisch auch Marianne Maritz nicht  schubladisieren. Mit der Vernetzung von malen und modellieren und der Privilegierung von starken, leuchtenden Farben hat sie ihren persönlichen, trotz Experimentierfreude, wiedererkennbaren Kunststil gefunden. Ins Auge sticht dabei die oft dreidimensionale Wirkung ihrer Werke.

 

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der noch bis 5. November jeweils Sa./So. 14.00- 17.00 Uhr, Mi./Do. 17.00 – 19.30 Uhr. geöffnete Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

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