Presse

Magidunum eröffnet das Ausstellungsjahr

 

Do, 28. Mär. 2019

Am Freitag, 5. April, startet die Magdener Museumsgalerie Magidunum in das neue Ausstellungsjahr. Es werden Werke von zwei Künstlerinnen und einem Künstler gezeigt. Die in Tschechien geborene und in Rheinfelden lebende Antonie Josefa Latscha ordnet ihre ungegenständlichen Werke der Kunstgattung «lyrische Abstraktion» zu. Es ist eine impulsive, von Kompositionsregeln befreite expressive Ausdrucksform. Ihr Traum vom Kunststudium fiel dem Kommunismus zum Opfer, ihre Lust am Malen hat sie sich jedoch bewahrt. Judith Mundwiler lebt mit ihrer Familie in Buus und ist im eigenen Atelier in Sissach tätig. Auf beeindruckende Weise bewahrt sie alltägliche Materialien vor der Vergänglichkeit, mit Hilfe von verschiedenen Techniken, wie malen, schmelzen, kleistern, gibt sie Verpackungsmaterial, Teebeuteln oder Fundstücken aller Art eine neue Aussage. Sie hat mit ihren innovativen Ideen und ihrer Experimentierfreude auf dem Gebiet der Textilkunst schon zahlreiche Preise gewonnen. Der Baselbieter Thomas Ruepp drückt sich nicht nur als Goldschmied mit filigraner Kunst aus, sondern lässt auch aus groben Holzblöcken charakteristische Figuren entstehen. Die mit einer Kettensäge überspitzt dargestellten Skulpturen versprühen ihren Charme auf ganz eigene Weise. (mgt)
www.museumsgalerie-magidunum.ch

Vernissage: Freitag, 5. April, um 19 Uhr, Museumsgalerie Magidunum, Magden. Öffnungszeiten: Mi./Do. 17 bis 19.30 Uhr, Karfreitag 14 bis 17 Uhr, Sa./So. 14 bis 17 Uhr. Während der Ausstellung, 5. bis 20. April, ist auch das Dorfmuseum geöffnet und kann besichtigt werden.

 


Herbstausstellung 18


Sommerausstellung 2018, Fricktalerzeitung

Aargauerzeitung


Ausstellung 2017

Aus der Fricktaler Zeitung


Museumsgalerie Magden lädt zum Schmunzeln und Staunen ein

 

 

Von:Hans Berger

 

In der aktuellen Herbstausstellung der Museumsgalerie Magden sind mit Nadja Tromivic, Marianne Maritz und Amadé Flum zwei Künstlerinnen und ein Künstler zugegen, die im wahrsten Sinne des Wortes Kunsthandwerker sind, will heissen, dass die Besucher auf den ersten Blick erkennen, dass sie nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern obendrein auch noch ein reichhaltiges, kreatives, aussagekräftige, künstlerisches Fluidum besitzen.

 

Für einmal müssen die Betrachter der Kunstwerke nicht darüber sinnieren, was deren SchöpferInnen zu vermitteln haben. Denn es ist offensichtlich, mit ihren Werken wollen sie Räumen einen Blickfang und deren Nutzern ein exquisites, wohliges, unbeschwertes Ambiente schenken.

 

Bleistiftkarikaturen???

Der erste Eindruck beim Betreten der Museumsgalerie an der Adlerstrasse 1 in Magden mag indes angestammte Besucherinnen und Besucher doch etwas erschrecken, weil die Galeristen es offensichtlich zugelassen haben, die altehrwürdigen Mauern mit Bleistiftkarikaturen zu versehen, welche ja nach der Finissage vom 5. November wieder mit weisser Farbe übertüncht werden müssen.

Beim Nähertreten offenbart sich ihnen allerdings schnell der ungerechtfertigte Vorwurf, weil die witzigen Figuren gar nicht gemalt sind, sondern als aufmüpfige, desillusionierte, wunderfitzige Draht-Skulpturen an der Wand hängen. Zuständig dafür ist Amadé Flum.

 

Reflektierendes Stroh
Einen Drink durch einen Strohhalm zu ziehen mag ihm einen besonderen Kick geben, gewiss ist bei gleissender Sonne auch ein Strohhut besonders empfehlenswert, auch Tiere mögen die ausgedroschenen, trockene Halme als Unterlage, kein Mensch jedoch möchte diese Ware weder im Kopf, noch in der schönen Stube haben.

Es sei denn, es handelt sich dabei um die natürlich reflektierenden Kunstwerke von Nadja Tromivic, welche sich seit einigen Jahren mit Straw Marquetry beschäftigt und die Kunst aus dem FF beherrscht, wie der ausführlichen Fotoreportage entnommen werden kann. Wer in der heute angeblich allwissenden Welt das Staunen verloren hat, kann es beim intensiven Betrachten der „Strohwerke“ wieder finden.

 

Experimentierfreude
Wie ihre Ausstellungsgefährten lässt sich künstlerisch auch Marianne Maritz nicht  schubladisieren. Mit der Vernetzung von malen und modellieren und der Privilegierung von starken, leuchtenden Farben hat sie ihren persönlichen, trotz Experimentierfreude, wiedererkennbaren Kunststil gefunden. Ins Auge sticht dabei die oft dreidimensionale Wirkung ihrer Werke.

 

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der noch bis 5. November jeweils Sa./So. 14.00- 17.00 Uhr, Mi./Do. 17.00 – 19.30 Uhr. geöffnete Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

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