Presse

Galerie, Dorfmuseum und Garten erlebbar machen

Alois Swoboda setzt sich für das kulturelle Leben in Magden ein. (Fricktaler Zeitung)

Der ehemalige Bähnler Alois Swoboda liebt Geschichte und Kultur. Seit kurzem engagiert er sich als Präsident des Magdener Vereins Magidunum.

 

Clara Willers

 

MAGDEN. «Ich bin gerne in der Natur und war gerade letztes Jahr viel draussen, aber der Kontakt zu Leuten fehlte mir», schildert Alois Swoboda, der neue Präsident des Magdener Vereins Magidunum. Der 1997 gegründete Verein übernahm das Dorfmuseum (Leopolds Karls Haus) und die Aufgabe der Pflege und Präsentation alter Gegenstände von der kurz zuvor aufgelösten Kulturkommission. Der Vereinsname Magidunum stammt von der

Auslegung, nach welcher «Magden» vom Keltischen «Magidunum», Dorf (dunum) des Magi, kommt. Direkt angesprochen von der bisherigen Präsidentin Francine Oesch, übernahm

Alois Swoboda das Amt diesen Frühling. «Mich interessiert das Amt, weil der Verein an einem Wendepunkt steht», schildert der 66-Jährige. Aufgewachsen in Bottmingen, lebt

er seit 40 Jahren im 3900-Seelendorf mit seiner Frau Rosmarie. «Viele verbinden Magidunum zunächst mit der Galerie, deren Ausstellungen gut besucht werden. Ziel ist es nun, die Galerie, das Dorfmuseum und den Garten als Einheit zu präsentieren », beschreibt er. Die Liegenschaft Leopolds Karls Haus gehörte Karl Schneider, einem ledigen Magdener Kleinbauern, der von 1898 bis 1990 lebte und dessen reichhaltige Kenntnisse

der hiesigen Fauna und Flora in Schriftstücken nachzulesen sind.

 

 

Events um Magdener Kultur erlebbar zu machen.

 

Ein Viertel Jahrhundert lang wirkten im Verein Magidunum dieselben Magdenerinnen und Magdener mit. Letztes Jahr stiessen jüngere Menschen

zu langjährigen und geschätzten Mitgliedern dazu und es entstand eine neue Dynamik. Neu ist Tobias Meier Vizepräsident und auch Carol und Lana Regtering gehören der jüngeren

Generation an. «Es ist wichtig, dass man auch an junge Menschen herankommt und dies passiert nur durch eine Verjüngung des Vorstands », bilanziert Alois Swoboda.

Events, so wie sie im Möhliner Dorfmuseum Melihus organisiert werden, kann sich Alois Swoboda gut vorstellen. «Ein Ereignis wäre zum Beispiel, wenn ein Drechsler Holzarbeiten

zeigt und direkt vorführt.»

 

 

Suche nach Freiwilligen.

 

Während dem die Galerie gut läuft, warten im Dorfmuseum ungefähr 300 Objekte, die über Jahrzehnte von Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern

gesammelt wurden und bis jetzt nur teilweise ausgestellt werden konnten. Von kleinen Gegenständen bis zu Pflügen und Fahrzeugen oder gar Schnapsbrennereien, die meist auf dem Gelände gelagert werden, reicht das Sortiment. Auf der Suche nach Freiwilligen, die

sich um die Beschriftung und Katalogisierung kümmern, nimmt der Vorstand den Kontakt mit Personen auf, die im Pensionsalter sind und ich den historischen Gegenständen

annehmen möchten. «Ursprünglich sammelte der ehemalige Brunnmeister David Dillier, der auch auf der Gemeinde arbeitete, die Objekte », erinnert sich Alois Swoboda.

Anschliessend wurden diese Objekte nicht mehr betreut und eine Kulturkommission

entschied bei der Gründung des Vereins Magidunum 1997, die Objekte zu unterhalten.

Er wünsche sich das Ambiente der Galerie im Stall zurück, sagt Alois Swoboda und beschreibt eine Stimmung der Authentizität, die ein Dorfmuseum benötige, um für

das Publikum greifbar zu werden. Um für die alten Objekte Platz zu schaffen, sucht er den Kontakt mit der Gemeinde, der die Gegenstände auch gehören. «Neben der Galerie

gibt es zwei weitere Gebäude, die zu Ausstellungsräumen umgebaut werden können», beschreibt der ehemalige Bahnhofsvorstand und SBB-Ausbildner. Wie viele seiner Generation ist Alois Swoboda auf dem Land aufgewachsen. Das heute eher urban

anmutende Bottmingen besass in seiner Kindheit eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Betrieben. «Ich bin direkt neben einem Bauernhof aufgewachsen und machte wie

viele Kinder meiner Generation mehrmals im Jahr Landdienst bei Bauern.» Daraus, dass er sich für Geschichte heute mehr interessiert als in jungen Jahren, macht Alois Swoboda keinen Hehl. Seit 40 Jahren geht er mit seiner Familie auf Reisen und hält seine Eindrücke meist fotografisch fest. «Mit dem Amt des Präsidenten von Magidunum habe ich es mit dem Vorstand zusammen in der Hand, die heimische Magdener Kultur, nämlich die landwirtschaftliche Kultur von früher kombiniert mit der Lebensweise von heute, sichtbar und erlebbar zu machen», resümiert er. 

 

 

«Als Präsident ist mir Teamarbeit auf Augenhöhe wichtig» 

 

Alois Swoboda profitiert in seinem neuen Amt als Präsident von Magidunum von seiner vielseitigen Vereinstätigkeit. Zunächst Mitglied bei der Männerriege, war er 14 Jahre

lang Mitarbeiter des Wahlbüros. Heute ist er im Verein Senioren für

Senioren, im Gospelchor Rheinfelden und mehreren kleineren Projekten der Region aktiv. «Das Amt des Präsidenten ist nicht etwas, was man gezielt sucht», schildert Alois

Swoboda, der 1990 Präsident des Berufsverbands der Schweizerischen Eisenbahner, einer Sektion mit 600 Mitgliedern war. Einmal in einem Vorstand, werde man vielleicht Vizepräsident und später Präsident. Zentral ist für ihn, dass man die Ressorts im Vorstand gut verteilt. «Als Präsident ist mir Teamarbeit auf Augenhöhe wichtig, egal

welches Alter die anderen haben.» Im Jahr 2000, also mit 45 Jahren, arbeitete er in Sissach, am letzten Bahnhof dieser Linie, wo es noch effektiv Personal gab, das den Zugsverkehr

gesteuert hatte und wo es einen Bahnhofvorstand brauchte. Die anderen Bahnhöfe wurden schon damals von Basel und Olten gesteuert. Als er merkte, dass sein Beruf nicht mehr gefragt war, musste er sich entscheiden, ob er in einen anderen Bereich wie dem Cargo und

Gütertransport wechselt oder sich umorientiert. Er entschied sich für letzteres. Die SBB ermöglichte es, dass er in Basel berufsbegleitend den eidgenössischen Fachausweis

als Ausbildner absolvieren konnte. Fortan bildete er Zugsverkehrsleiter aus, die die Anlagen steuerten und entwickelte auch Lehrgänge, Weiterbildungen und Kursunterlagen.

«Ein schöner Beruf», bilanziert er. Ebenso schön und ein Traum seit dem Alter von 25 Jahren, war eine Weiterbildung in der Fotografie. Nach seiner Pensionierung absolvierte Alois Swoboda ein CAS in Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. An dieser Kunst

interessiert ihn einerseits die Natur, deren Vielseitigkeit er sowohl in weit entfernten Ländern wie in Zentral und Südamerika als auch in der hiesigen Umgebung wahrnimmt, und andererseits die Menschen. Letzten Sommer wollte er in der Galerie von Magidunum eine Fotoausstellung zum Thema «Vergängliche Kunst» machen, die pandemiebedingt erst

dieses Jahr vom 4. bis 20. Juni zusammen mit Alice Eymann und Rita Scherrer stattfindet. Heute ist er sowohl ein Künstler, der ausstellt, als auch Vereinspräsident von Magidunum.


Unser neuer Präsident
Unser neuer Präsident

Magden

Übergabe des Präsidentenamtes von Francine Oesch an Alois Swoboda. Foto: Rosmarie Swoboda

(lr) Das letzte Jahr brachte für die Magdener Museumsgalerie Magidunum wegen Corona einige Herausforderungen und leider auch Absagen von Ausstellungen. Es gab zudem Veränderungen im Vereinsvorstand. Unter anderem erfolgte ein Wechsel im Präsidium von Francine Oesch zu Alois Swoboda.

So fanden diesen Januar im Rahmen der Generalversammlung Vorstandswahlen statt. Verabschiedet wurden Pamela Ceresola (Präsidentin vor Francine Oesch), Elke Mayer und Käthy Keller. Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus: Alois Swoboda (Präsident), Tobias Meier (Vizepräsident), Alice Eymann, Rita Müller, Francine Oesch, Margret Siegenthaler, Roger Bretscher, Michael Wyss, Carol und Lana Regtering.

 

Der Verein Magidunum
Die Museumsgalerie Magidunum befindet sich im Herzen des Dorfes in einem für Magden historisch wertvollen Haus an der Adlerstrasse. Der Verein Magidunum wurde 1997 gegründet, und die Idee, das Museum Leopold’s Karl’s Haus mit einer Kunstgalerie zu verbinden, entstand. Die Galerie ist integriert in die Umgebung des Hauses, welche sich zum einen durch das Haus selbst und dessen Architektur auszeichnet und andererseits durch die zahlreichen historischen Gegenstände, die von dem Verein Magidunum erhalten werden.
Der Verein bietet verschiedensten Künstler*innen eine Plattform um ihre Kunstwerke aus- und vorzustellen. Die drei Jahresausstellungen werden jeweils mit drie Künstlern durchgeführt, was die Möglichkeit bietet, verschiedene Kunstwerke und Stile zu entdecken. In Zukunft möchte der Verein die Galerie, das Museum Leopold`s Karl`s Haus, den schönen Garten und die historischen Gegenstände als eine Einheit präsentieren.
Magidunum sucht deshalb: – Künst­ler*innen aus allen Sparten (Malerei, Fotografie, Kunsthandwerk, etc.). Wer möchte gerne in der Galerie ausstellen und mit anderen Kunstschaffenden zusammenarbeiten? Auch junge Künst­ler*innen sind herzlich willkommen. – Freiwillige, um die Sammlung alter, historischer Gegenstände zu bestimmen, fotografieren und katalogisieren. Wer kennt sich mit diesen Gegenständen aus und hat mit diesen vielleicht schon gearbeitet. Entsprechendes Wissen und Erfahrung sind für Magidunum sehr wertvoll. – Interessierte Personen für Führungen im Museum Leopold`s Karl`s Haus. Wer ist motiviert, die Geschichte des Hauses und der ehemaligen Bewohner an Interessierte weiterzugeben?
Die Magidunum-Verantwortlichen freuen sich auf Interessierte, die sich gerne beim Präsidenten, Alois Swoboda, Tel. 061 841 1307, oder per E-Mail an melden können.
Die nächsten Ausstellungen finden vom 4. bis 20. Juni und vom 15. bis 31. Oktober statt.
Die Museumsgalerie Magidunum freut sich auf viele Besucher. Nähere Infos können der Website www.museumsgalerie-magidunum.ch entnommen werden. 


Herbstausstellung 2019

Männerpower in der Museumsgalerie Magidunum

 

Von: Hans Berger

 

Während die Kunstszene ohne irgendwelche Lenkung schon seit Jahren von den Frauen dominiert wird, wurde ihnen vom Stimmvolk bei den vergangenen Nationalratswahlen gerade mal ein Machtanteil von 42% zugestanden. Will heissen, was die Frauen in der Politik noch hinnehmen müssen, widerfährt den Männern in der Kunst. Es ist daher mehr wie aussergewöhnlich, dass in der aktuellen Herbstausstellung der Museumsgalerie Magidunum an der Adlerstrasse 1 in Magden ausschliesslich die Herren der Schöpfung vertreten sind, dies wohlgemerkt auch ohne Männerquote. Ja, wahrlich, alles hat eben seine Zeit.

 

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Harmonische Vielfalt
Wie üblich, hat die Galerieleitung die Kunstschaffenden mit viel Bedachtheit und dem Fokus einer harmonischen Vielfalt ausgewählt. So vermag Jürg Matt mit seinen Gemälden die Emotionen, Steve Meyer mit seinen Konstruktionen den Humor zu wecken und Nick Meyer lässt sie mit seinen dreidimnsionalen Reliefbildern nicht mehr aus dem Staunen herauskommen.

 

In der Tat, unterschiedlicher könnten die drei Männer in ihrer künstlerischen Ausdrucksweise nicht sein. Ihr gemeinsamer Nenner ist indes der Sinn für dekorative Kunst und ihr Können etwas Besonderes, Eigenständiges zu schaffen, das nur ihren Namen tragen kann. Kein Zweifel, in der Museumsgalerie Magidunum präsentieren sich drei Künstler, welche diesen Titel verdienen.

 

Noble Eigenschaft
Was Pablo Picasso mal gesagt haben soll, ist in der Ausstellung heute Donnerstag von 17.00 bis 19.30 Uhr und kommenden Samstag und Sonntag jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr hautnah nachzuvollziehen: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“.

 

Mit seinen Werken sorgt das Männerpower-Trio dafür, dass die Besucherinnen und Besucher - ohne gesangliche Aufforderung - ihre Seelen baumeln lassen können. Eine noble Eigenschaft der Kunst, die ohne Frage den Menschen viel Gutes bringen kann. Kunstschaffende, wie beispielsweise die drei Künstler in der Museumsgalerie Magidunum, haben ein mächtiges Werkzeug in der Hand, mit dem sie den Betrachtern ihrer Werke oft ermöglichen, sich von belastenden Problemen zu lösen und diese neu einordnen zu können.

 

Natürlich ist es auch legitim, Betrachter*innen von Kunstwerken zu erschrecken und Negatives wie Ekel, Abscheu zu erwecken. Wünschenswert ist hier dann allerdings, dass die Künstler*innen wissen, warum sie dies denn bewirken wollen. Ist es kritischer Diskurs mit kommerzieller, absichtlich augengefälliger Kunst? Ist es reine Provokation der endlosen Massen, die kopflos durch eine Ausstellung trampeln? Oder ist es einfach ihre Art, als Künstler*in die Untiefen ihrer Seele auf die Art darzustellen und sich keinen Deut darum scheren, wie das alles von außen wahrgenommen wird? Gleichwohl ist es richtig und wichtig, wenn Kunst Kritik an Gesellschaft, Politik oder an sich selbst übt.

 

Fazit
Nichtsdestotrotz - Kunst soll und muss auch erfreuen. Darum; wenn der Anblick von Kunst Freude hervorbringt, kann das schon zur Gänze alles sein, was geschieht, und ohne Zweifel ist das etwas Gutes sowie Wünschenswertes. „Das gefällt mir!” ist ein Satz, der ohne Reflektion der Kunst, durch alleiniges Ansehen, respektive Anhören durchaus gestattet ist und nicht begründet werden muss. Drei Worte, die gewiss auch in der aktuellen Herbstausstellung in der Museumsgalerie Magidunum oft gedacht oder gar ausgesprochen werden.

 

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

«fricktal24.ch – die Online-Zeitung fürs Fricktal
zur Festigung und Bereicherung des Wissens»

 

 

Sommerausstellung

Sommerfrische in der Museumsgalerie Magidunum

Von: Hans Berger

„Die Freude und das Lächeln sind der Sommer des Lebens.“ „Wer nicht im Sommer sammelt ein, der wird im Winter dürftig sein.“ Die zwei Aphorismen geben wider, was die drei Kunstschaffenden Christina Brander, Doris Horvarth, Milan Brander in der aktuellen Ausstellung der Museumsgalerie Magidinum, Magden mit ihren Werken vermitteln: Freude, Leichtigkeit, Anmut, Harmonie, Besinnlichkeit.

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Doris Horvarth, Sommerfrische in der Museumsgalerie Magidunum

In ihrem Schaffen scheinen Christina Brander, Doris Horvarth und Milan Brander auf der Sonnenseite des Lebens zu wandeln, wohlwissend, dass der Weg dorthin im Herz und Kopf beginnt. So sind sie darauf bedacht, die Besucherinnen und Besucher nicht nur freundlich zu empfangen, sondern ihnen auch gleichzeitig ein Getränk anzubieten.

Intensivität und Freiheit
Diese Offenheit widerspiegelt sich auch in ihren Werken. Sie vermitteln, wie der Sommer auch, Intensivität und Freiheit. Ja, der Sommer ist eben wie das Leben, in seinen Höhepunkten in der Natur intensiv, für alle Sinne und mit dem Gefühl von Freiheit. Aber auch mit der Vorahnung, dass diese Zeit noch nicht alles ist. Deshalb lädt er – wie desgleichen die drei Kunstschaffenden - dazu ein, beides zu versuchen: den Augenblick zu geniessen und dabei nicht aus dem Blick zu verlieren, was danach kommt. Nach dem Sommer: Ernte, Ruhe und Neubeginn. 

Selbstdeklarierung
Diesen Neubeginn wagen die drei Kunstschaffenden offensichtlich mit jedem Werk. Symptomatisch dafür ist ihre diesbezüglich künstlerische Selbstdeklarierung. Für Christina Brander bedeutet Kunst, durch Reduktion starken Ausdruck in ihre Werke zu bringen. Die Materialien für ihre Objekte seien ein Geschenk der Natur, scheinbar wertlos. Doris Horvarth meint: „Malerei ist, die innere Schönheit nach aussen zu bringen“. Ihre Malerei bestünde aus 80 % Intuition, der Rest sei momentan Erlebtes. Milan Brander, der Sohn von Christina Brander, bezeichnet seine Kunstrichtung als postautoritären Improvisationismus.

Fazit
Diese lockere Art, wie die drei Kunstschaffenden mit dem grossen Wort „Kunst“ umgehen, gibt der Ausstellung in der Museumsgalerie Magidinum dann auch den besonderen Kick. Es darf und kann sinniert werden, muss aber nicht, weil das, was gezeigt wird, beglückende Momente hervorruft. Was also will man mehr als Künstler*in bezüglich den Betrachtenden?

Denn wer sich positiven Gedanken und Gefühlen zuwenden kann, tut damit aktiv etwas für seine mentale Stärke und für grösseres persönliches Wohlbefinden. Die Methoden und Vertreter der positiven Psychologie unterstützen diese Lebensstrategie. Sie stellen nicht Schwächen und Mängel – also das als „krank“ Bezeichnete – in den Vordergrund, sondern die gesunden Anteile. Sie machen Stärken bewusst und führen Menschen über den Weg von Lebensfreude und Lebenssinn auf die Sonnenseite, zu mehr Lebenszufriedenheit. Nichts anderes bewirken die drei Kunstschaffenden in der aktuellen Ausstellung in der Museumsgalerie Magidinum in Magden.

Öffnungszeiten bis 23.Juni: Mi./Do. 17 bis 19.30 Uhr, Sa./So. 14 bis 17 Uhr.

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

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Magidunum eröffnet das Ausstellungsjahr

 

Do, 28. Mär. 2019

Am Freitag, 5. April, startet die Magdener Museumsgalerie Magidunum in das neue Ausstellungsjahr. Es werden Werke von zwei Künstlerinnen und einem Künstler gezeigt. Die in Tschechien geborene und in Rheinfelden lebende Antonie Josefa Latscha ordnet ihre ungegenständlichen Werke der Kunstgattung «lyrische Abstraktion» zu. Es ist eine impulsive, von Kompositionsregeln befreite expressive Ausdrucksform. Ihr Traum vom Kunststudium fiel dem Kommunismus zum Opfer, ihre Lust am Malen hat sie sich jedoch bewahrt. Judith Mundwiler lebt mit ihrer Familie in Buus und ist im eigenen Atelier in Sissach tätig. Auf beeindruckende Weise bewahrt sie alltägliche Materialien vor der Vergänglichkeit, mit Hilfe von verschiedenen Techniken, wie malen, schmelzen, kleistern, gibt sie Verpackungsmaterial, Teebeuteln oder Fundstücken aller Art eine neue Aussage. Sie hat mit ihren innovativen Ideen und ihrer Experimentierfreude auf dem Gebiet der Textilkunst schon zahlreiche Preise gewonnen. Der Baselbieter Thomas Ruepp drückt sich nicht nur als Goldschmied mit filigraner Kunst aus, sondern lässt auch aus groben Holzblöcken charakteristische Figuren entstehen. Die mit einer Kettensäge überspitzt dargestellten Skulpturen versprühen ihren Charme auf ganz eigene Weise. (mgt)
www.museumsgalerie-magidunum.ch

Vernissage: Freitag, 5. April, um 19 Uhr, Museumsgalerie Magidunum, Magden. Öffnungszeiten: Mi./Do. 17 bis 19.30 Uhr, Karfreitag 14 bis 17 Uhr, Sa./So. 14 bis 17 Uhr. Während der Ausstellung, 5. bis 20. April, ist auch das Dorfmuseum geöffnet und kann besichtigt werden.

 

Herbstausstellung 18


Sommerausstellung 2018, Fricktalerzeitung

Aargauerzeitung


Ausstellung 2017

Aus der Fricktaler Zeitung


Museumsgalerie Magden lädt zum Schmunzeln und Staunen ein

 

 

Von:Hans Berger

 

In der aktuellen Herbstausstellung der Museumsgalerie Magden sind mit Nadja Tromivic, Marianne Maritz und Amadé Flum zwei Künstlerinnen und ein Künstler zugegen, die im wahrsten Sinne des Wortes Kunsthandwerker sind, will heissen, dass die Besucher auf den ersten Blick erkennen, dass sie nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern obendrein auch noch ein reichhaltiges, kreatives, aussagekräftige, künstlerisches Fluidum besitzen.

 

Für einmal müssen die Betrachter der Kunstwerke nicht darüber sinnieren, was deren SchöpferInnen zu vermitteln haben. Denn es ist offensichtlich, mit ihren Werken wollen sie Räumen einen Blickfang und deren Nutzern ein exquisites, wohliges, unbeschwertes Ambiente schenken.

 

Bleistiftkarikaturen???

Der erste Eindruck beim Betreten der Museumsgalerie an der Adlerstrasse 1 in Magden mag indes angestammte Besucherinnen und Besucher doch etwas erschrecken, weil die Galeristen es offensichtlich zugelassen haben, die altehrwürdigen Mauern mit Bleistiftkarikaturen zu versehen, welche ja nach der Finissage vom 5. November wieder mit weisser Farbe übertüncht werden müssen.

Beim Nähertreten offenbart sich ihnen allerdings schnell der ungerechtfertigte Vorwurf, weil die witzigen Figuren gar nicht gemalt sind, sondern als aufmüpfige, desillusionierte, wunderfitzige Draht-Skulpturen an der Wand hängen. Zuständig dafür ist Amadé Flum.

 

Reflektierendes Stroh
Einen Drink durch einen Strohhalm zu ziehen mag ihm einen besonderen Kick geben, gewiss ist bei gleissender Sonne auch ein Strohhut besonders empfehlenswert, auch Tiere mögen die ausgedroschenen, trockene Halme als Unterlage, kein Mensch jedoch möchte diese Ware weder im Kopf, noch in der schönen Stube haben.

Es sei denn, es handelt sich dabei um die natürlich reflektierenden Kunstwerke von Nadja Tromivic, welche sich seit einigen Jahren mit Straw Marquetry beschäftigt und die Kunst aus dem FF beherrscht, wie der ausführlichen Fotoreportage entnommen werden kann. Wer in der heute angeblich allwissenden Welt das Staunen verloren hat, kann es beim intensiven Betrachten der „Strohwerke“ wieder finden.

 

Experimentierfreude
Wie ihre Ausstellungsgefährten lässt sich künstlerisch auch Marianne Maritz nicht  schubladisieren. Mit der Vernetzung von malen und modellieren und der Privilegierung von starken, leuchtenden Farben hat sie ihren persönlichen, trotz Experimentierfreude, wiedererkennbaren Kunststil gefunden. Ins Auge sticht dabei die oft dreidimensionale Wirkung ihrer Werke.

 

Anmerkung: Die ausführliche Fotoreportage verschafft lediglich einen Eindruck der noch bis 5. November jeweils Sa./So. 14.00- 17.00 Uhr, Mi./Do. 17.00 – 19.30 Uhr. geöffnete Ausstellung, ersetzt jedoch nicht deren Besuch, da die Fotos weder die Intensität, noch die Farben und Perspektiven der Werke zu wiedergeben vermögen.

«Fürs Fricktal – fricktal24.ch – die Internet-Zeitung»

 



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Neue Fricktaler Zeitung
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